
Im Juli 1889 wurde
der 1. Mai vom Internationalen Sozialistenkongress in Paris zum weltweiten
Kampftag des Proletariats erklärt. Die damaligen Hauptforderungen
waren die Einführung des 8 Stunden-Tages und die internationale
Solidarität der ArbeiterInnen aller Länder gegen Krieg und
staatliche Unterdrückung.
Dieser Kampf wurde von großen Teilen der ArbeiterInnenklasse
als Kampfansage an die herrschende Klasse und als nächster Schritt
auf dem Weg in eine Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung und
Unterdrückung begriffen. Dementsprechend fiel die staatliche
Repression gegen die 1. Mai Demonstrationen aus: sie wurden oftmals
verboten und waren - teilweise sind sie dies bis heute - Angriffen
des Militärs und der Polizei ausgesetzt.
Seit mehr als 115 Jahren steht der 1. Mai für die Interessen
der ArbeiterInnen. Er steht für Frieden, den Klassenkampf gegen
die Angriffe auf unsere Lebenssituation, die Gleichberechtigung der
Geschlechter und für internationale Solidarität. Er steht
für den Kampf gegen Faschismus, Rassismus und gegen staatliche
Repression. Am 1. Mai bringen wir alle diese Forderungen auf einen
Punkt und gehen für eine revolutionäre Perspektive, eine
Welt fern von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße.