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Hier
gibt es Texte, Berichte und Bilder der Aktivitäten zum 1. Mai in Stuttgart aus den vergangenen Jahren.
Bericht 2006
Revolutionäre
1. Mai Demonstration mit 600 TeilnehmerInnen in Stuttgart
Der 1. Mai begann
in Stuttgart um 11 Uhr mit der Demonstration der Gewerkschaften, an
der sich ca. 1600 Menschen beteiligten. Bundesweit nahmen nach Gewerkschaftsangaben
mehr als 500 000 Menschen an Kundgebungen und Demonstrationen des
DGB teil.
Am Abschlusskundgebungsplatz der Gewerkschaftsdemonstration formierte
sich ein Demonstrationszug mit etwa 350 Menschen, der durch die Fußgängerzone
weiter zum Auftaktort der Revolutionären 1. Mai Demonstration
zog. Die Polizei, die im vergangenen Jahr (erfolglos) versuchte diese
unangemeldete "Zwischendemonstration" aufzuhalten, schritt
nicht ein.
Trotz eines technischen Defekts beim Auftakt der Revolutionären
1. Mai Demonstration, bei der die Lautsprecheranlage kaputt ging,
startete die Demonstration mit guter Stimmung und etwa 600 TeilnehmerInnen.
Eine Gruppe Zivilpolizisten die, wie in Stuttgart üblich, die
DemonstrationsteilnehmerInnen observierte und provozierte, wurde mit
großen "Achtung Zivil Polizei" Schildern geoutet.
Sie wurde daraufhin von zahlreichen DemonstrantInnen bedrängt
und zog sich von der Demonstration zurück. Die Demonstration
zog mit Parolen wie "Kampf auf der Straße, Streik in der
Fabrik - das ist unsere Antwort auf ihre Politik" und "Widerstand
global - gegen Krieg und Kapital" durch die Stadt. Aufgrund der
defekten Lautsprecheranlage waren allerdings leider keine Reden möglich.
Nach dem Ende der Demonstration fand bei gutem Wetter ein 1. Mai Fest
in der Nähe des Abschlusskundgebungsplatzes statt. Dort wurde
bis in den Abend gefeiert und diskutiert. Bundesweit
gab es Aktivitäten zum Revolutionären 1. Mai u.a. in Nürnberg,
Osnabrück, Wuppertal, Hamburg, Berlin und Potsdam. In Heppenheim,
Ladenburg und Weinheim sowie in Leipzig und Rostock protestierten
mehrere tausend AntifaschistInnen gegen Aufmärsche von Nazis.Fazit:
Die Revolutionäre 1. Mai Demonstration in Stuttgart war mit etwa
600 Menschen deutlich größer als in den vergangenen zwei
Jahren. Diesen Trend gilt es natürlich in den nächsten Jahren
fortzusetzen. Es gilt aber auch, die erfolgreiche Mobilisierung als
Antrieb zu nutzen, um gemeinsam und kontinuierlich revolutionäre
Aktivitäten und Mobilisierungen in Stuttgart zu organisieren.
Die nächsten Termine stehen mit einer landesweiten Demonstration
für linke Freiräume am 20. Mai, einer Mobilisierung zur
Großdemonstration gegen Sozialabbau in Berlin am 3. Juni, einer
Demonstration gegen die staatliche Repression in Baden-Württemberg
und zum Anti-G8 Camp im August bereits an. In der Mobilisierung zum
Revolutionären 1. Mai wurde jedoch bewusst auch die Notwendigkeit
thematisiert, sich nicht nur im Aktionismus zu erschöpfen, sondern
dabei kontinuierlich arbeitende Strukturen aufzubauen und Diskussionen
über die Perspektiven revolutionärer Politik voranzubringen.
Am 1. Mai 2007 wird sich dann zeigen, ob es durch kontinuierliche
Revolutionäre Theorie und Praxis über das Jahr geglückt
ist, die Mobilisierungsstärke weiter auszubauen und mit einer
noch größeren und kämpferischen Demonstration den
1. Mai zu begehen.